Duke Ellington (1899 – 1974) wurde in Washington mit dem Geburtsnamen Edward Kennedy geboren. Obwohl er aus einer afro-amerikanischen Familie kam, hatte er eine privilegierte Kindheit und war schon in jungen Jahren davon überzeugt, etwas Besonderes zu sein. Er verlieh sich selbst den Spitznamen “Duke”, Herzog, und behielt diesen sein Leben lang.

Im Jahr 1918 heiratete Ellington und ein Jahr später gebar ihm seine Frau Edna einen Sohn. Nun hatte er eine Familie zu versorgen und eröffnete ein Schilder- und Plakat-Geschäft. Nebenher arbeitete er als Pianist. Obwohl Ellington keinerlei Musikausbildung hatte, lernte er schnell und erweiterte sein Repertoire und seine Tonpalette. Seine fehlenden technischen Kenntnisse zwangen ihn geradezu zur Kreativität und machten ihn zu dem Improvisationstalent, für das er so berühmt wurde.

Bis Anfang der zwanziger Jahre kam Ellington kaum in Kontakt mit dem New Orleans Jazz. Aber um 1922 zog es ihn nach New York, und dort sog er die neue Musik geradezu auf. Ellington hatte zu der Zeit schon seine eigene Band und nahm schon bald Musiker in die “Washingtonians” auf, die den Jazz schon gut im Griff hatten und die nötigen Techniken beherrschten.

Dukes großer Erfolg als Jazz Musiker ist jedoch ohne seinen Manager und Verleger Irving Mills undenkbar, da Duke stets einen gewissen Druck brauchte, um kreativ tätig zu werden. Ihm fehlte die nötige Selbstdisziplin, und es war nur Dank stetigen Drängens von Mills, dass Ellingtons Meisterwerke zustande kamen. Mills schlug auch mitunter Themen oder Titel vor und sorgte dafür, dass Kompositionen mit Texten versehen wurden. In den Jahren 1926 und 1927 änderte die Band ihren Namen mehrmals, bis man sich endlich auf “Duke Ellington and his Orchestra” einigte.

Wieviel von seiner Musik Ellington tatsächlich selber geschrieben hat, ist schwer abzuschätzen. Seine Methode war einmalig: Melodieskizzen, Akkordsequenzen und Harmonien wurden erst im Studio in gemeinsamer Arbeit zu Musikstücken verarbeitet. Dabei war Dukes subtile Fähigkeit Menschen zu beeinflussen ausschlaggebend.