Obwohl Deutschland nicht gerade die traditionelle Metropole des Jazz ist, kommen die deutschen Jazzfreunde immer mehr aus den düsteren Clubs hinaus ins Freie, und es gibt hierzulande mittlerweile einige bekannte und spektakuläre Jazz-Festivals.

Das Internationale Dixieland Festival Dresden

Jedes Jahr im Mai wird Dresden für eine Woche vom Dixie-Fieber ergriffen. Das Old-Time-Jazz Festival findet dort seit beinahe 50 Jahren statt und zieht regelmäßig mehr als 500.000 Besucher an.

Es ist das größte und älteste Jazz-Festival in Deutschland und wird traditionell am ersten Samstag im Mai mit einer Familienfeier im Dresdner Zoo eröffnet. Das große Finale besteht aus einer Dixieland-Parade, die Jazzmusiker aus aller Welt durch die Straßen ziehen sieht. Ein weiterer Höhepunkt ist der Riverboat-Shuffle auf der Elbe, wenn die größte und älteste Raddampferflotte der Welt zur Bühne wird.

Das 50. Dresdner Dixieland Festival wird für 2020 geplant.

Das Elbjazz Festival in Hamburg

Elbjazz findet seit 2010 jährlich am letzten Wochenende im Mai in Hamburg statt, und obwohl sich die Hauptbühnen im Hamburger Hafen befinden, gibt es auch Konzerte an ausgefallenen Orten wie auf Schiffswerften und alten Frachtschiffen. Dieses Festival wird oft als eine fantastische Mischung aus Professionalität und Leidenschaft beschrieben und das Programm erfreut sowohl den klassischen Jazz-Enthusiasten als auch den jungen Jazzfreund, der sich vielleicht für einen anderen Jazzstil interessiert. Es werden etwa 50 Auftritte von bekannten Künstlern und Newcomern geboten und das Festival zieht mit seiner ungewöhnlichen maritimen Kulisse Tausende von Besuchern an.

Internationale Jazzwoche Burghausen

Die bayrische Stadt Burghausen wird jedes Jahr im März für eine Woche zum Treffpunkt internationaler Jazzgrößen. Die Jazzwoche gehört zu den großen internationalen Veranstaltungen ihrer Art, und das als “Bayrisches New Orleans” bekannte Festival zieht Besucher aus aller Welt an.

Seit die Jazzwoche im Jahr 1970 zum ersten Mal stattfand, sind dort unter anderem Ella Fitzgerald, Dave Brubeck, Chris Barber und Roy Hargrove aufgetreten.