Obwohl der Jazz seine Ursprünge in den USA hat, ist er mittlerweile in Europa ebenso beliebt und es gibt eine große Anzahl von Jazzfestivals in verschiedenen europäischen Städten. Die beiden größten und bekanntesten sind wohl das traditionsreiche Montreux Jazz Festival in der Schweiz und das Paris Jazz Festival, das über vier Wochenenden hinweg in der französischen Hauptstadt stattfindet.

Das Montreux Jazz Festival

Dieses Festival fand zum ersten Mal im Jahr 1967 statt und hat seitdem mit seinem Aufgebot an großen Jazzmusikern Geschichte gemacht. Es ist als eines der besten Jazzfestivals in Europa bekannt und zieht jährlich eine Viertelmillion Besucher an.

Obwohl das Festival in Montreux den Jazz feiert, lässt man mittlerweile auch andere Musikstile zu. So gibt es zum Beispiel auch immer etwas für Blues- und Rockfans.

Es traten hier in den letzten 50 Jahren neben Jazzgrößen wie Miles Davies, Ray Charles, Aretha Franklin, Marvin Gaye und Nina Simone auch Pop-Stars wie David Bowie, Van Morrison und Nina Hagen auf.

Das Paris Jazz Festival

Beim Paris Jazz Festival erlebt man über vier Wochenenden hinweg ein Spektakel mit der besten Jazzmusik der Welt. Das Festival findet jedes Jahr im Juli im Botanischen Garten von Paris statt. Dieses Jahr feierte das Festival sein 25-jähriges Bestehen und gleichzeitig 100 Jahre Jazz in Paris.

Das Festival zieht jedes Jahr über 110.000 Besucher an und ist somit das größte seiner Art in Frankreich und eines der meistbesuchten in Europa. Da es im Botanischen Garten stattfindet, verbindet es die Liebe zum Jazz mit der Liebe zur Natur. Ursprünglich hieß das Festival “A fleur de Jazz” was auf den Veranstaltungsort hinwies. Hier trifft man die Elite der internationalen Jazzwelt an, mit Auftritten unter anderem von Didier Lockwood, Brad Mehldau, Richard Bona und Trilok Gurtu. Seit 2009 konzentriert sich das Festival vorwiegend auf die französische Jazzszene.

Die Konzerte, Ausstellungen und Workshops sind kostenlos und man muss nur den Eintritt zum Park bezahlen.