Besucherzahlen, Wetter und andere Höhepunkte beim Elbjazz 2018

Wieder einmal war das Elbjazz Festival in Hamburg ein Riesenerfolg und 28.000 Karten waren schon im Vorfeld verkauft. Die verbleibenden zweitausend Karten gingen an der Tageskasse wie heiße Semmeln weg und der Vorverkauf für nächstes Jahr ist schon in vollen Gängen. An neun Spielstätten, von der Elbphilharmonie bis zu Werftgelände, traten Stars aus Deutschland und der ganzen Welt in über 50 hervorragenden Konzerten auf.

Kein Wunder, dass die deutschen Jazzliebhaber sich so etwas nicht gerne entgehen lassen. Immer mehr Menschen interessieren sich für den Jazz, und man kommt nun auch vermehrt aus den düsteren Jazzclubs heraus und geht stattdessen zu Open-Air Festivals. Es gibt dabei mindestens zwei Arten von Jazz Fans. Die einen hören gerne das, was sie schon immer hören, und folgen unter Umständen ihrem Idol von einem Konzert zum anderen. Die anderen sind immer auf der Suche nach etwas Neuem und interessieren sich für Newcomer und neue Ideen und Stilrichtungen. Für alle Geschmacksrichtungen wird beim Elbjazz etwas geboten.

Auch wettermäßig war beim diesjährigen Elbjazz Abwechslung geboten. Schon am ersten Tag, der mit Sonnenschein und glühender Hitze begann, setzte am Abend plötzlich starker Regen ein, der dann auch noch von Gewittern gefolgt wurde. Für die Open-Air Gäste hieß das, so schnell wie möglich irgendwo Unterschlupf zu finden. Mit dem Gewitter mussten sowieso alle Freiluftkonzerte abgebrochen werden.

In der Schiffbauhalle ging das Programm jedoch in einer nun sehr vollen Konzerthalle ununterbrochen weiter. Der Veranstalter stellte auch kurzfristig einen Notunterstand für durchnässte Festivalbesucher zur Verfügung. Der Regen ließ nach zwei Stunden nach und man konnte noch das ein oder andere Freiluftkonzert nachholen.

Höhepunkte beim diesjährigen Elbjazz Festival waren der Franzose Christophe Chassol und Schlagzeuger Mathieu Edouard mit ihren impulsiven Improvisationen, der amerikanische Jazz-Trompeter Theo Croker mit seinem Quartett DVRK Funk und die NDR-Bigband, die zusammen mit dem brasilianischen Sänger Joca Perpignan und dem israelischen Pianisten Alon Yavnai ein Tanzfieber entfesselte.